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Der redliche Rebell

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Der redliche Rebell - eine Dichtung

von Artur Mahraun

Ideen, die zum Umdenken zwingen, bemächtigen sich des Menschen in aufrüttelnden Erlebnissen. Als der siebenundzwanzigjährige Kompanieführer Artur Mahraun 1918 nach vierjährigem Kriegserleben heimkehrte, stellte er sich für sein weiteres Leben in den Dienst einer solchen Idee. Sie war im Kompanieerlebnis an der Front geboren und beruhte auf der Erkenntnis: Masse verdirbt, Gemeinschaft erhebt. In der Kompanie, dem schicksalsmäßig verbundenen überschaubaren Lebenskreis, hatte Mahraun das Walten einer Gesetzlichkeit erlebt, die den einzelnen aus der Heimatlosigkeit eines seelenlosen Massengeschehens zu befreien vermag. Er wurde nicht müde, seine Idee fortan in das Ringen um die gesellschaftspolitische Neuordnung zu tragen. Er kämpfte dafür, anstelle der politischen Massenunordnung, durch die Freiheit und Würde des Menschen ständig in Frage gestellt sind, eine gegliederte Ordnung aus gefügten, menschenwürdigen Gemeinschaften zu schaffen. Den Ansatzpunkt hierfür sah er in dem schicksalhaft gegebenen Lebensraum der Nachbarschaft.

 

Artur Mahraun geriet in ein anhaltendes Ringen mit politischen Fronten, Ideen, die zum Umdenken zwingen, bemächtigen sich des Menschen in aufrüttelnden Erlebnissen. Als der siebenundzwanzigjährige Kompanieführer Artur Mahraun 1918 nach vierjährigem Kriegserleben heimkehrte, stellte er sich für sein weiteres Leben in den Dienst einer solchen Idee. Sie war im Kompanieerlebnis an der Front geboren und beruhte auf der Erkenntnis: Masse verdirbt, Gemeinschaft erhebt. In der Kompanie, dem schicksalsmäßig verbundenen überschaubaren Lebenskreis, hatte Mahraun das Walten einer Gesetzlichkeit erlebt, die den einzelnen aus der Heimatlosigkeit eines seelenlosen Massengeschehens zu befreien vermag. Er wurde nicht müde, seine Idee fortan in das Ringen um die gesellschaftspolitische Neuordnung zu tragen. Er kämpfte dafür, anstelle der politischen Massenunordnung, durch die Freiheit und Würde des Menschen ständig in Frage gestellt sind, eine gegliederte Ordnung aus gefügten, menschenwürdigen Gemeinschaften zu schaffen. Den Ansatzpunkt hierfür sah er in dem schicksalhaft gegebenen Lebensraum der Nachbarschaft.

 

Artur Mahraun geriet in ein anhaltendes Ringen mit politischen Fronten,deren Führer den Kampf sowohl für als auch gegen die Republik von Weimar nicht anders als aus der Vor­stellung der Massenbeeinflussung ver­standen und praktizierten. Die Macht­haber des Nationalsozialismus setzten Mahraun 1933 fest und ließen ihn schwer mißhandeln. Politisch war er für zwölf Jahre ausgeschaltet.In dieser Zeit fand er eine neue Aus­drucksform für die Gedanken, die ihn erfüllten: Er schrieb das hier erstmalig im Druck vorgelegte Versdrama „Der redliche Rebell". In ihm erhebt sich die Glaubenskraft des Gehetzten und Ge­quälten über den zeitbeherrschenden Triumph seiner Peiniger. Im dichte­rischen Werk wächst er über das poli­tische Werk seiner Lebenstage hinaus. Fundamente einer zukünftigen Ord­nung aus neuem Wesen werden sichtbar. Diesem Werk wird das übliche Für und Wider der literarästhetischen Kritik nicht erspart bleiben. Jedoch wird sich der bewegenden Kraft seiner Gedan­kenaussage niemand entziehen können.


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